
Hier findest du eine Sammlung ausgewählter Inputs zum Nachdenken und Ausprobieren.
Wie kannst du mutiger werden – auch dann, wenn Zweifel oder Angst auftauchen? In diesem Beitrag findest du vier Fragen zur Selbstreflexion, die dir helfen, deinen Mut wiederzufinden und neue Schritte zu wagen. Leicht und intuitiv.
Denkst du dir auch manchmal: „Andere sind viel mutiger als ich, schaffen mehr und gehen mehr Risiken ein“?
Toller Glaubenssatz – den ich übrigens auch lange mit mir herum geschleppt habe. Erst, wenn ich so zurückblicke auf abgeschlossene Zeiten, die oft auch schon ewig zurück liegen, denke ich mir :
Heute weiß ich, dass ich mutig bin, ich brauche nur manchmal einen friendly-reminder. Manchmal hat es ein wenig Zuspruch gebraucht, manchmal ein ehrliches Feedback, um voran zu kommen. Doch letztlich waren die Dinge, die ich geschafft habe, mein Verdienst. WEIL ich mich getraut habe, WEIL ich mutig war, habe ich Wege bestritten und Ziele erreicht, die Anfangs für mich unmöglich schienen.
Eine ganze Menge. „Der Glaube kann Berge versetzen“. Wenn ihr mich fragt: es ist wohl eher der Mut.
Mut hat etwas von Abenteuerlust und lässt unsere Herzen höher schlagen, das Adrenalin mischt da auch gleich mit. Mut wird meist damit in Verbindung gebracht, dass man sich an unbekannte Ufer wagt, wo man noch nicht genau weiß, wie diese aussehen werden. Es ist ein Aufbruch, in eine neue Richtung, bei dem man noch nicht den Ausgang kennt. Es sind also Momente im Leben, die riskanter und unsicherer sind, als andere. Man kann meist auf keine persönlichen Erfahrungswerte zurückgreifen. Mut heißt, aus seiner Komfortzone rauszukommen und sich auf unsicheres Terrain zu begeben. Mut bedeutet, über seinen Schatten zu springen und die Angstsignale im Körper für einen Moment auszuschalten.
Dann hat die Angst das Ruder übernommen. Die Angst vor einer ungewohnten Situation, die Angst vor einem Ende, wie man es sich NICHT vorgestellt hatte, die Angst sich zu blamieren, die Angst einer Situation nicht gewachsen zu sein (oder einer Person), usw. Den Mut zu verlieren macht dich klein und lässt Situationen/ andere Menschen übermäßig groß und stark erscheinen.
Den Mut zu verlieren bedeutet auch, dich in deinem Schneckenhaus zu verkriechen – denn da ist es schön wohlig warm, gemütlich und das kennst du gut. Da kannst du nichts falsch machen und es gibt dir ein Gefühl von Sicherheit. Hmm… aber irgendwie unbefriedigend und die Luft riecht dort auch schon abgestanden. Aber eine Weile wirst du es wohl noch aushalten. Manche entwickeln da erstaunliches Sitzfleisch. Doch das drängende Gefühl, etwas ändern zu wollen, wird sich auch nicht einfach abschalten lassen. Dennoch kann man den Mut überraschend oft über Bord werfen.
Der Duden sagt zur Definition von Mut: „Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden.“
Das finde ich ja wirklich spannend. Vielleicht bin ich doch nicht so mutig, wenn ich jemandem die Meinung sage oder in einem Vorstellungsgespräch über das Gehalt verhandel. Ich habe mich bis dato eigentlich in diesen Momenten mutig gefühlt. Vielleicht ist verhandeln auch einfach eine gefährliche, riskante Sache und ich habe das unterschätzt. Auch das online stellen dieser Webseite ist für mich mutig, da hier doch einige Informationen über mich zu finden sind. Persönliches Fazit: Die Definition des Duden kratzt nur an der Oberfläche. Ich für meinen Teil finde es mutig, wenn man es schafft, die eigenen Grenzen im Kopf zu sprengen. Na gut, man muss ja nicht gleich sprengen – es geht auch wie bei einem Gummiband: erst einmal ausdehnen und schauen, ob es nicht reisst. Übermütig und die Kontrolle verlieren wollen wir ja nicht, das wäre kontraproduktiv. Ich will dir ja nur eine kleine Portion mehr Mut abverlangen.
Apropos – jetzt weißt du ja genau, was Mut ist und was nicht, beziehungsweise, was ihn gerne ersetzt! Das ist eigentlich die größte Herausforderung, bei diesem Mut – ihn nicht wieder zu verlieren und zu sagen „Ach, was soll’s“. Das Wissen darum bringt uns aber noch nicht besonders weit.
Bevor es los geht: Überlege dir eine Situation, in der du mehr Mut brauchen könntest. Stelle dir dabei genau vor, wie du dich in der Situation fühlst bzw. welche Gedanken dir durch den Kopf gehen.
Stelle dir – Schritt für Schritt – folgende Fragen:
Und jetzt? Los geht es!
Wenn du dir Unterstützung durch psychosoziale Beratung oder Supervision wünschst und das Gefühl hast, dass meine Arbeitsweise zu dir passt, dann buche dir jetzt dein unverbindliches Erstgespräch.
In der ersten Einheit klären wir gemeinsam, was dich gerade beschäftigt, welche Ziele du hast und wie ich dich in der Beratung konkret unterstützen kann.