• Supervision: Ein Raum, der Weite schafft

    Voraussichtliche Lesezeit: 4 Minuten

    Im Getriebe des beruflichen Alltags verlieren wir manchmal den Kontakt zu uns selbst. Wir funktionieren, jonglieren Termine und Rollen, treffen wichtige Entscheidungen, begleiten andere Menschen durch ihre Krisen – und vergessen dabei oft, dass auch wir Zeit zum Innehalten, Reinspüren und Sortieren brauchen.

    Als Supervisorin sehe ich meine Aufgabe darin, dir genau diesen Raum zu öffnen: Einen Ort zum Durchatmen und Neuausrichten, der weit mehr ist, als eine „berufliche Besprechung“.


    Was ist Supervision eigentlich?

    Kurz gesagt: Supervision ist Beratung für den Beruf. Sie ist ein Reflexionsverfahren, das Einzelpersonen, Teams und Organisationen dabei hilft, das eigene Handeln zu prüfen und die Qualität der Arbeit zu sichern.

    Stell dir vor, du trittst einen Schritt aus dem Geschehen heraus und betrachtest die Szenerie von oben (daher auch der Name: super = über, vision = sehen). Es geht darum, Dynamiken zu verstehen, Konflikte zu lösen und die eigene Psychohygiene zu wahren.

    Wann ist der richtige Zeitpunkt für Supervision?

    Es muss nicht erst „brennen“, um Supervision in Anspruch zu nehmen. Dennoch gibt es klassische Situationen, in denen sie besonders wertvoll ist:

    • Bei hoher emotionaler Belastung: Besonders in psychosozialen, pädagogischen oder medizinischen Berufen schützt Supervision vor Burnout, aber auch auf Führungs- und Managementebenen ist eine regelmäßige Reflexion sinnvoll.
    • Zur persönlichen Weiterentwicklung und Karriereplanung: Wenn du Klarheit über deine nächsten beruflichen Schritte suchst, deine Stärken schärfen oder dich bewusst auf neue Verantwortungen vorbereiten möchtest.
    • In Veränderungsprozessen: Wenn sich Strukturen ändern oder neue Rollen eingenommen werden.
    • Bei festgefahrenen Teamkonflikten: Um Kommunikation wieder möglich zu machen.
    • Zur Qualitätssicherung: Um die eigene Professionalität stetig weiterzuentwickeln.

    Zertifizierte Supervision für Fachkräfte und LSB i.A.

    In meiner Arbeit verbinde ich fachliche Expertise mit einer wertschätzenden, systemischen Haltung. Ich biete dir verschiedene Formate an:

    1. Einzelsupervision: Wir fokussieren uns ganz auf deine persönliche Rolle und Herausforderungen.
    2. Teamsupervision: Wir stärken das Miteinander und klären die Zusammenarbeit.
    3. Fallsupervision: Wir betrachten spezifische Situationen, um neue Lösungswege zu finden.

    Speziell für Lebens- und SozialberaterInnen (LSB) in Ausbildung

    Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Begleitung angehender Kolleg:innen. Ich bin zertifizierte Supervisorin und biete Supervision für LSB in Ausbildung an – sowohl nach der alten als auch nach der neuen Verordnung (BGBl. II Nr. 112/2006 bzw. BGBl. II Nr. 140/2023).

    Gerade in der Ausbildung ist es so wichtig, die eigene Beraterpersönlichkeit in einem sicheren Rahmen zu formen. Ich begleite dich gerne dabei, deine Pflichtstunden mit echter inhaltlicher Tiefe zu füllen.


    Eine kleine Übung für zwischendurch

    Zum Schluss möchte ich dir gerne noch eine kleine Reflexionsübung mitgeben, die ich auch gerne in der Supervision verwende:

    Die „Drei-Brillen-Übung“

    Wenn dich eine berufliche Situation gerade sehr beschäftigt, nimm dir 5 Minuten Zeit und betrachte sie nacheinander durch drei verschiedene „Brillen“:

    • Die Sach-Brille: Was sind die reinen Fakten? (Was wurde gesagt? Was ist passiert?)
    • Die Gefühls-Brille: Wie geht es mir damit? Welche Emotionen löst die Situation in mir aus?
    • Die Meta-Brille: Wenn ich ein unbeteiligter Beobachter wäre, der von außen auf die Szene schaut – was würde ich sehen? Was würde ich dem „Ich“ in der Situation raten?

    Oft reicht dieser bewusste Perspektivenwechsel schon aus, um den ersten Druck aus einer Situation zu nehmen.


    Gemeinsam hinschauen

    Suchst du nach Begleitung für dich oder dein Team? Oder benötigst du als LSB i.A. zertifizierte Supervisionsstunden? Dann buche dir gerne deinen Termin online. Gemeinsam finden wir heraus, was du gerade brauchst.

    Ich freue mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.

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  • Frühlingsputz von Innen!

    Es wird Zeit für einen Frühlingsputz – nicht nur zu Hause, sondern auch in deinem Inneren! Gerade, wenn sich viel bewegt, es unübersichtlich wird oder du alte Themen mit dir herumschleppst ist es wichtig, dass du auf dich und deine psychische Gesundheit achtest.

    Gerne möchte ich dich dazu einladen, die alte, schwere Winterenergie loszulassen und den Frühling zu begrüßen!

    Wie?

    In dem wir die Aufmerksamkeit wieder auf die Dinge richten, die uns Kraft geben und Kraft nehmen. In dem wir bewusst hinschauen und loslassen, was vielleicht im Winter gut war, aber jetzt nicht mehr so richtig passt. Wie der Wintermantel, der schon langsam, aber sicher, im Schrank hängen bleiben darf.

    Und wie funktioniert das jetzt?

    Wichtig: nicht nur der Frühlingsputz zu Hause kann anstrengend sein – auch die eigene Reflexion ist es oft. Nimm dir ein paar Minuten Zeit – am besten an einem ruhigen Ort, wo du gut nachdenken und in dich hineinspüren kannst.

    Stelle dir folgende Fragen:

    • Was fühlt sich im Moment schwer an?
    • Was fühlt sich im Moment leicht an?
    • Was davon darf bleiben, wie es ist?
    • Was davon darf sich ändern? Wann? Wie?

    Und für die harten Nüsse unter euch:

    • Was lässt sich (gerade) nicht ändern, fühlt sich aber schwer an?
    • Wovon ist das abhängig?
    • Was wäre eine kleine Erleichterung für dich?
    • Wie kannst du diese umsetzen?

    Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, dann bist du bereit für das zweite Level des Frühlingsputz:

    Schaue aktiv, was sich von den gefühlt schweren Dingen so verändern muss (ja, muss!), damit wieder mehr Kraft am Ende des Tages übrig bleibt. Wichtig ist, ins Tun zu kommen und den Balast abzuwerfen, der sich im Winter angesammelt hat.

    Für mehr Leichtigkeit, positive Vibes und einen guten Start in den Frühling!

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    #weilpsychischegesundheitzählt

    Hinweis: Eine Selbstreflektion ersetzt keine Beratung oder Therapie. Die Fragen sind nicht für Personen geeignet, die sich psychisch nicht stabil fühlen oder das Gefühl haben, von ihren Themen "überrannt" zu werden. Bitte in diesem Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!